Erfolgreicher Hausverkauf: Diese 10 Unterlagen sollten Sie nicht vergessen [Teil 2]

Wie versprochen folgt hiermit der zweite Teil, damit Sie auch alle Unterlagen für Ihren Hausverkauf parat haben, bevor Sie sich die ersten Interessenten bei Ihnen melden.

Wie bereits erwähnt ist es nicht nur für Sie hilfreich, vorbereitet loszulegen, sondern macht auch einen seriöseren Eindruck bei potenziellen Käufern, die sich für Ihre Immobilie interessieren und direkt zu Beginn offene Fragen zu Ihrer Immobilie haben.

Fortsetzung: Die wichtigsten Unterlagen für Ihren Hausverkauf

Nachdem Sie im ersten Teil mehr über die ersten 5 Unterlagen und Dokumente erfahren haben, geht es in diesem Beitrag ebenso ausführlich weiter, damit Sie genau wissen, welche Nebenkosten bei Ihrem Hausverkauf auf Sie zukommen und wie Sie sich am besten vorbereiten.

6. Die Bauakte

Eine Einsicht in die Bauakte, welche bei der zuständigen Stadtverwaltung oder Gemeinde beantragt werden kann, gibt möglichen Kaufinteressenten eine praktische Übersicht über vorliegende Baugenehmigungen und enthält zudem Baubeschreibungen, Bauzeichnungen sowie Flächen- und Maßangaben.

Die Gebühr für eine angefertigte Kopie kann dabei zwischen 15 € und 100 €, je nach Gebäudeart und der Menge der Akten (Bau- oder Tiefbauakten), betragen. Oft haben Sie als Eigentümer aber auch einen Ordner mit allen wichtigen Angaben Zuhause von Ihrem Kauf. Bitte schauen Sie deshalb erst gründlich nach. Das spart Zeit und Geld.

7. Unterlagen über bisherige Instandhaltungs- bzw. Modernisierungsmaßnahmen

Rechnungen von Handwerkern und die dementsprechenden Leistungsbeschreibungen wie Reparaturen, Umbauten oder Wartungsarbeiten sind dem zukünftigen Käufer auszuhändigen, wodurch dieser sich einen besseren Eindruck über den aktuellen Zustand Ihrer Immobilie verschaffen und mögliche Kosten für weitere Instandhaltungsmaßnahmen kalkulieren kann. Auch könnten so schon erledigte Sanierungsmaßnahmen zeitlich besser nachvollzogen werden und verschaffen dem potenziellen Käufer einen besseren Überblick. Abgesehen davon, sind diese Dokument für noch laufenden Gewährleistungsfristen unabdingbar.

Mein Tipp: Fügen Sie die genannten Unterlagen als Ergänzung Ihrer Bauakte hinzu.

8. Baulastenauskunft

Als Verkäufer sind Sie in der Pflicht möglichen Kaufinteressenten einen Auszug aus dem Baulastenverzeichnis (Baulastenauskunft) vorzulegen, welcher Aufschluss über den Bestand von bestehenden Baulasten gibt. Diesen können Sie ganz einfach und formlos bei der für Ihre Immobilie zuständigen Bauaufsichtsbehörde anfordern.

Bitte beachten Sie, dass Baulasten nicht im Grundbuch verzeichnet sind! (Ausnahme: Bayern, weil dort kein Baulastenverzeichnis geführt wird.)

Ein Beispiel für eine Baulast wäre im Übrigen ein Wegerecht Ihres Nachbarn, wodurch eine Einschränkung der möglichen Nutzbarkeit vorliegen würde, welcher den Wert Ihres Grundstücks mindert.

9. Immobilienbewertung oder Marktwerteinschätzung

Damit Sie als Verkäufer den Wert Ihrer Immobilie besser einschätzen und einen realistischen Verkaufspreis für diese ansetzen können, empfiehlt es sich, einen Sachverständigen eine Marktwerteinschäzung durchführen zu lassen. In diesem Fall ist nicht zwingend ein gerichtsfestes Verkehrswertgutachten nach §194 BauGB erforderlich (ab 1.700 EUR aufwärts, je nach Wert der Immobilie).

Eine deutlich kostengünstigere, schriftliche Marktwerteinschätzung (ca. 800 EUR) kann hier absolut ausreichend sein. Dadurch können Verhandlungen zwischen Ihnen und möglichen Kaufinteressenten erleichtert werden, da Sie und der Kaufinteressent auf demselben Kenntnisstand sind und Sie wichtige Anhaltspunkte bezüglich der Preisgestaltung Ihrer Immobilie erhalten.

Gerne bin ich Ihnen als zertifizierte Sachverständige behilflich und biete Ihnen vorab ein kostenloses Erstgespräch an, in dem Sie mir Ihre vielleicht noch offenen Fragen stellen können.

10. Vertragsunterlagen zur bestehenden Gebäudeversicherung

Die Gebäudeversicherung gehört mit zu den wichtigsten Versicherungen, die Immobilienbesitzer abschließen sollten. Gem. § 95 VVG (Versicherungsvertragsgesetz) geht beim Verkauf der Immobilie der Versicherungsvertrag automatisch auf den zukünftigen Käufer über, weshalb dieses Dokument stets schon in Ihren Unterlagen inkludiert sein sollte, um den Verkaufsprozess nicht unnötig zu verzögern.

Käufer haben dadurch im Übrigen auch die Sicherheit, dass der Versicherungsschutz nach der Veräußerung problemlos weiterläuft. Es kann allerdings sinnvoll sein, die bestehende Gebäudeversicherung mit aktuellen Tarifen bezüglich des Preis-Leistung-Verhältnises zu vergleichen, da der zukünftige Eigentümer hier einiges an Geld einsparen kann. Dies können also entweder Sie erledigen oder Sie weisen den Käufer netterweise darauf hin, damit er innerhalb einer bestimmten Frist kündigen und rechtzeitig einen neuen Versicherungsvertrag abschließen kann.

Sollten Sie Fragen haben oder Unterstützung benötigen, so können Sie sich gern an mich wenden. Rufen Sie mich einfach unverbindlich an oder schreiben Sie mir eine kurze E-Mail.

Mein Tipp: Auch ein kostengünstigerer Exposéservice kann eine Option sein, damit Sie Ihren Interessenten direkt einen guten ersten Eindruck von Ihrem Objekt mitgeben können.

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