Erfolgreicher Hausverkauf: Diese 10 Unterlagen sollten Sie nicht vergessen [Teil 1]

Um Sie bei Ihrem Immobilienverkauf zu unterstützen, habe ich für Sie die wichtigsten Unterlagen zusammengefasst, die Sie als Verkäufer benötigen, um Ihr Haus erfolgreich zu verkaufen. Denn ohne diese wird es nahezu unmöglich, den passenden Käufer für Ihre Immobilie zu finden und ihm all seine offenen Fragen direkt auf Anhieb zu beantworten. Dies wirkt nicht nur unseriös, sondern vertreibt regelrecht potenzielle Interessenten.

Fehlende Unterlagen sind jedoch leider einer der häufigsten Fehler beim Hausverkauf, weshalb ich in diesem Artikel noch einmal genauer auf die Dokumente eingehen will, die Sie für Ihren Verkauf benötigen.

Die wichtigsten Unterlagen für Ihren Hausverkauf

Da ich in meinem Beitrag In 8 Schritten zum erfolgreichen Immobilienverkauf das Thema nur kurz angerissen habe, folgt nun die detaillierte Ausführung:

1. Der Grundbuchauszug

Mit Hilfe der Postleitzahl Ihres Grundstücks können Sie auf www.justiz.de das zuständige Amtsgericht (Grundbuchamt) ermitteln, welches den von Ihnen angeforderten Grundbuchauszug gegen eine Gebühr von 10 Euro bis max. 50 Euro (je nach Bundesland) für Sie bereitstellt. Dieser dient zur Information für den Käufer über mögliche Grundschulden und bestehende Wohn- und Nutzungsrechte. Achten Sie dabei darauf, dass der Auszug während des Verkaufs nicht älter als 3 Monate ist und das bei grundbuchlich eingetragenen Rechten (z.B. Wohnrecht) auch die Bewilligungsurkunden angefordert werden sollten.

2. Lageplan mit Flurkartenauszug

Bei Ihrem zuständigen Katasteramt (Vermessungsamt/ Amt für Bodenmanagement)
können Sie Ihren Lageplan mit Flurkartenauszug beantragen. Dieser Flurkartenauszug wird Ihnen gegen eine Gebühr zwischen 15 Euro und 60 Euro, je nach Bundesland, ausgehändigt und sollte während des Verkaufs nicht älter als 6 Monate sein.

3. Grundriss bzw. Bauplan

Der Grundriss ist einer der wohl wichtigsten Bestandteile Ihres Exposés. Mit einem gut dargestellten Grundriss können sich potentielle Käufer ein besseres Bild von Ihrer Immobilie machen und bekommen durch die waagerechten Schnitte eine genaue Vorstellung von der Raumaufteilung. Die Kosten für einen neu gezeichneten Grundriss bzw. eine professionelle Vermessung variieren dabei je nach Dienstleister. Sie können diesen jedoch auch mit einem online 3D-Programm selbst gestalten, wenn Sie ein Talent und die Zeit dafür haben.

4. Energieausweis

Der Energieausweis gibt, wie der Name schon sagt, Auskunft über die Energieeffizienz und die damit verbundenen Energiekosten Ihrer Immobilie. Er gibt somit potenziellen Käufern die Möglichkeit, verschiedene Immobilien und deren Energiekosten zu vergleichen, wodurch die Kaufentscheidung der Interessenten beeinflusst werden kann.

Aber Achtung: Es gibt zwei Arten von Energieausweisen!

Der Verbrauchsausweis bewertet dabei den tatsächlichen Energieverbrauch der Bewohner eines Gebäudes. Diesen bekommen Sie einfach und im Verhältnis günstig von Ihrem zuständigen Energieversorger (Kosten zwischen ca. 50 und 100 Euro).

Der Bedarfsausweis hingegen bewertet den theoretischen Energiebedarf, der sich aus dem Zustand des Gebäudes ergibt. Diesen können Sie bei einem Architekten, Ingenieur oder Heizungsbauer beauftragen (Kosten zwischen ca. 70 und 500 Euro).

Wichtig zu wissen:
Gemäß der Energieeinsparverordnung (EnEV) vom 1. Mai 2014 müssen Verkäufer den Energie-Effizienzstandard bereits in der Immobilienanzeige nennen. Andernfalls kommt es zu einem Bußgeld in Höhe von bis zu.15.000 Euro. Achten Sie deshalb darauf, wenn Sie Ihre Immobilie in z.B. einem Online-Portal bewerben.

5. Wohnflächenberechnung

Bei der Wohnflächenberechnung gibt es erneut zwei verschiedene Methoden, um auf eine genaue qm²-Wohnfläche zu kommen. Entweder die Berechnung nach der Wohnflächenverordnung (WoFIV) oder aber nach der sogenannten DIN-Norm 277.

Die Unterschiede der beiden Berechnungsmethoden können erheblich sein, weshalb Sie am besten schon in Ihrem Angebot vermerken, nach welcher Norm Sie die Wohnfläche berechnet haben.

Noch einfacher ist es aber, die Wohnfläche nicht zum Vertragsgegenstand zu machen, denn dafür haften Sie schließlich und sind im schlimmsten Fall zu Schadenersatz verpflichtet. Geben Sie ernsthaften Kaufinteressenten die Möglichkeit, die Wohnfläche aufzumessen, damit geprüft werden kann, ob alle gewünschten Möbel Platz haben. Auch in den Kaufvertrag gehört diese Fläche nicht zwingend, schließlich ist die exakte Fläche eines Hauses nicht der Hauptgrund für den Erwerb. Zudem ist die Abweichung der Planerstellung und Bauausführung eher die Regel als die Ausnahme. Daher ist auch eine Toleranz von bis zu 10% Abweichung der in Plänen ausgewiesenen und tatsächlich vorhandenen Fläche akzeptabel.

Weitere Unterlagen, die Sie für Ihren Hausverkauf benötigen

Neben den vorangegangenen Dokumenten benötigen Sie noch 5 weitere Unterlagen, um auf jede Situation vorbereitet zu sein. Welche diese sind erfahren Sie im Artikel “Erfolgreicher Hausverkauf: Diese 10 Unterlagen sollten Sie nicht vergessen [Teil 2]”

Sollten Sie Unterstützung bei der Beantragung und/ oder Zusammenführung der Unterlagen benötigen, so können Sie auch eine/n Immobilienmakler/in einschalten, welche diese teils zeit- und nervenaufreibende Prozedur für Sie übernimmt. Alternativ kann hier auch ein Exposéservice die richtige Wahl sein, damit potenzielle Käufer direkt einen guten ersten Eindruck von Ihrem Objekt bekommen.

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